HMW / RICH
ein neues Währungs- und Wirtschaftssystem
Realwirtschaftlich · Inflations-/Schuldenfrei · Cirkulär · Human
🎬 60 Minuten, die hinterfragen, warum reale Leistung immer stärker unter Druck gerät –
und wie ein alternatives Geld- und Wirtschaftssystem aussehen könnte, in dem sich
Arbeit, echte Leistung und Wertschöpfung wieder lohnt.
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🎞 Die Humane Marktwirtschaft als Dokumentarfilm
💡 Motivation
Statt immer mehr Bürokratie, Schulden und Umverteilung zu diskutieren,
sollte die eigentliche Ursache hinterfragt werden:
ein Geldsystem, das Arbeit belastet, Spekulation belohnt
und Kaufkraft systematisch absaugt.
⚙️ Die Humane Marktwirtschaft dreht diesen Mechanismus um:
Wertschöpfung durch Arbeit, Innovation und Unternehmertum soll gestärkt werden –
nicht Vermögensakkumulation durch Zinseszins, Finanzspekulation oder monopolartige Kapitalmacht.
📈 Zukunftsperspektive: Aufblühen von Wirtschaft, Gesellschaft, Humanismus, Demokratie, Natur und Kultur
🏭 Leistung lohnt sich wieder
Steuer nur auf leistungslose Einkommen → Arbeit & Leistung lohnen sich wieder und machen "Vermögen für sich arbeiten lassen" systemisch unattraktiv.
📉 Niedrigere Preise
Wegfall von Lohnnebenkosten & Zinseszins in Wertschöpfungsketten → Potenzial für strukturell niedrigere Preise.
💶 Mehr Kaufkraft & Wohlstand
Arbeitseinkommen bleibt vollständig von direkten Steuern und Abgaben verschont.
📦 Dezentralisierung
Niedrigere Kosten in regionaler Lieferkette sowie stabile Währung und Außenhandels-Ausgleich → stärkere lokale Produktion statt Importabhängigkeit.
🚀 Weniger Bürokratie und Steuer-Tricks
Alleine durch Wegfall von Lohn- und Mehrwertsteuer-Buchhaltung sowie Steuer- und Rechts-Beratung.
⚖️ Freier & fairer Wettbewerb
Fairer Kapital-Zugang für alle und Abschaffung von Markt-verzerrenden Subventionen → weniger Konzernmacht, mehr echte Leistungsmärkte.
👨👩👧👦 Soziale Sicherheit
Ein kleines gesichertes Grundeinkommen für alle und stabiles Geld ermöglichen Würde und echte Vorsorge – für Anschaffungen, Altersabsicherung und eine planbare Zukunft über alle Lebensphasen.
🌍 Faire Außenwirtschaft
Wechselkurse orientieren sich an realer Wirtschaftsleistung statt an Spekulation – für faire Währungsparitäten und ein Ende des Lebens auf Kosten anderer Länder.
🎓 Kultureller Aufbruch
Erhöhtes Budget für Bildung, Forschung, Kunst, Innovation und Zusammenhalt → erhöhte Attraktivität für Talente, Wissenschaft und Kreative.
🗳️ Echte Demokratie
Geld regiert die Welt – wenn wir alle darüber bestimmen dürfen, haben wir erstmals in der Menschheitsgeschichte eine echte Chance darauf.
⚖️ Systemisches Gemeinwohl
Ohne staatliche Vermögensobergrenzen und ohne direkte Enteignungen – demokratische Mitbestimmung über die Mittel-Verwendung der Monetative.
🤝 Solidarischer Geist
Mit jedem Konsum, mit jeder Einzahlung in die Monetative wird ein Wir finanziert – systemische Stärkung eines kollektiven Bewusstseins-Wandels.
🌱 Mehr Freiheit zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit
Das System reduziert den strukturellen Rendite- und Wachstumsdruck auf Unternehmen und Vermögen.
Kapital muss nicht mehr permanent nach immer höheren Erträgen suchen, um Kaufkraftverluste auszugleichen.
Dadurch könnten Ressourcen geschont und der Raubbau an Natur und Umwelt reduziert werden.
🏗️ Schuldenfreies Geld
Der größte Teil des heutigen Geldes entsteht durch Kreditvergabe mit Zinspflicht. HMW/RICH schafft Geld schuldenfrei über die Monetative – als gemeinwohlorientierte Infrastruktur für alle, nicht als Bankforderung.
🏠 Wohnen statt Spekulation
Es ist zu erwarten, dass die geringeren Anreize zur Boden- und Immobilienspekulation den Matthäus-Effekt abschwächen und Wohnen langfristig erschwinglicher machen.
💬 Leitgedanke: Von spekulationsgetriebener Finanzökonomie zu einer stabilen Realwirtschaft, in der echte Wertschöpfung, soziale Sicherheit, kulturelle Entwicklung und faire internationale Beziehungen systemisch gestärkt werden – mit starken regionalen Wirtschaftsräumen und nachhaltigem Standortvorteil.
„Es muß die Möglichkeit herbeigeführt werden, daß ein jeder freiwillig tut,
wozu er berufen ist nach dem Maß seiner Fähigkeiten und Kräfte."
– Rudolf Steiner, GA 34
– Rudolf Steiner, GA 34
❤️🩹 Heilungs-Chancen der 15 Wunden des Turbo-Kapitalismus
Entsprechend Folie 2 der Präsentation: Welche systemischen Wunden des Turbo-Kapitalismus
löst HMW/RICH – und wie vollständig?
🟢 vollständig adressiert (8) · strukturell gelöst
🟡 teilweise adressiert (6) · Verbesserung durch geänderte Anreize im System
🔴 strukturell kaum adressiert (1) · Architektur überlässt den Menschen das korrekte Handeln
🟢 vollständig adressiert (8) · strukturell gelöst
🟡 teilweise adressiert (6) · Verbesserung durch geänderte Anreize im System
🔴 strukturell kaum adressiert (1) · Architektur überlässt den Menschen das korrekte Handeln
1. 🟡 Strukturelle Vermögensungleichheit
Hortungssteuer, hohe Abgabe auf leistungsloses Einkommen und Cantillon-Korrektur durch souveräne Geldschöpfung bremsen die Vermögenskonzentration strukturell. Durch erhöhte Sparquote vom Einkommen ist der Aufbau eigener Ersparnisse auch für Geringverdiener erstmals realistisch.
2. 🟢 Leistungsloses Einkommen
Durch hohe Besteuerung dieser Einkommensart (Leben auf Kosten anderer) wird diese weitesgehend reduziert und es entsteht Leistungsgerechtigkeit.
3. 🟢 Marktverzerrungen
Die Abschaffung von Subventionen, der freie und faire Kapitalzugang für alle stärken den freien Markt. Die HMW-Mindest-Preis-Regelung für landwirtschaftliche Produkte tut hier keinen Abbruch.
4. 🟢 Privatisierte Geldschöpfung
Die Geldschöpfung ist öffentlich und auf das Volumen der Realwirtschaft abgestimmt, anstatt versteckt und unlimitiert über private Banken.
5. 🟢 Schuldenabhängigkeit
Geld wird stärker am realen Leistungsvolumen der Wirtschaft ausgerichtet und durch den Souverän bereitgestellt. Dadurch sinkt die systemische Notwendigkeit,
Wachstum über neue Verschuldung zu finanzieren.
6. 🟢 Vermögenspreisinflation
Die strukturelle Vermögensdynamik des Matthäus-Effekts und die geldschöpfungsbedingten Vorteile des Cantillon-Effekts werden durch Umlauflogik,
geringere Hortungsrenditen und souveräne Geldbereitstellung deutlich reduziert.
7. 🟢 Demokratisches Defizit
Die genossenschaftliche Monetative ist basisdemokratisch organisiert und unterliegt der direkten Kontrolle des Souveräns.
8. 🟢 Intransparenz & Machtkonzentration
Ein einfaches Geldsystem erhöht die Transparenz. Über die gesamte Geldmenge entscheidet der Souverän statt weniger Finanzakteure.
9. 🟡 Ausbeuterische Arbeit
Das kleine, gesicherte Grundeinkommen stärkt die Verhandlungsmacht von Angestellten und Arbeitern und erhöht die Freiwilligkeit von Erwerbsarbeit.
10. 🟡 Ungleiche Chancen
Durch eine Basis-Gesundheits- und Pflege-Absicherung für alle entfällt eine Basis für eine Zwei-Klassen-Vorsorge. Durch erhöhtes Budget für öffentliche Projekte mehr Chance für gute Bildung.
11. 🟡 Verlust von Zeitsouveränität
Weniger Existenzdruck durch das kleine, gesicherte Grundeinkommen wird mehr Selbstbestimmung und Freiräume für Familie, Bildung und gesellschaftliches Engagement ermöglicht.
12. 🟡 Konsumismus & geplante Obsoleszenz
Der geringere Wachstums- und Renditedruck wirkt dem Überkonsum entgegen, ersetzt jedoch keine direkte Regulierung von Werbung oder Produktlebensdauer.
13. 🔴 Ökologische Zerstörung
HMW/RICH beseitigt den Wachstumszwang und stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe – beides hilft indirekt. Aber: Es gibt keine direkten ökologischen Preissignale, keine Ressourcenobergrenzen, keine Klimawährung. Ohne ergänzende ökologische Leitplanken (z. B. CO₂-Preis, ECO-Währung wie in IGO) bleibt diese Wunde strukturell offen. Architektur allein reicht hier nicht.
14. 🟡 Unfaire Globalisierung
Außenhandelsbilanzen werden über reale Werte ausgeglichen. Dies fördert faireren Handel und reduziert strukturelle Abhängigkeiten. Deutschland als Export-Nation hat einen klaren Start-Vorteil. Andere Nationen mit schwachem Leistungsvolumen oder einer defizitiären Aussenhandels-Bilanz haben es schwerer.
15. 🟢 Soziale Spaltung
Ungenutzter Reichtum bleibt erhalten, wird jedoch über die Wertspeicherlogik wieder der Wirtschaft und Allgemeinheit verfügbar gemacht und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die gemeinschaftliche Monetative und Soziale Sicherung fördernde Konsum-Abgabe fördert die Idee des Gemeinsinns.
⚠️ Systemische Grenzen & kritische Fragen
Eine ehrliche Diskussion über einen grundlegenden Systemwechsel schließt
die Frage nach möglichen Nachteilen, Risiken und Konsequenzen
ausdrücklich ein. Wer HMW / RICH ernsthaft diskutiert,
muss auch diese Punkte ernst nehmen – sie schärfen das Konzept,
statt es zu entkräften.
💰
Indirekte Enteignung durch Vermögensbewertung:
Vermögensgegenstände, die im bestehenden System keinen
realwirtschaftlichen Gegenwert repräsentieren –
überteuerte Immobilien, leistungslose Finanztitel, Krypto-Währungen,
spekulative Assetblasen – werden nach realwirtschaftlichen
Kriterien herabbewertet. Das stellt faktisch eine indirekte Enteignung dar,
auch wenn sie systemisch begründet und demokratisch legitimiert ist.
Wer heute solche Vermögenswerte hält, verliert real.
⚖️
Währungsparitäten statt Marktkursbildung:
HMW/RICH setzt auf politisch ausgehandelte oder zentral festgesetzte
Währungsparitäten anstelle von marktbasierter Wechselkursbildung
durch Angebot und Nachfrage. Das ist der direkte Gegenentwurf zu
Hayeks Währungswettbewerb. Man kann also nicht uneingeschränkt
behaupten, RICH sei ein System „ohne Begrenzungslogik" –
es ersetzt eine Marktlogik durch eine politisch vereinbarte
Ordnungslogik mit eigenen Steuerungsmechanismen.
🗺
Vollständige Umgestaltung der Absatzmärkte:
Die Einführung von RICH bedeutet eine strukturelle Neuausrichtung
der Exportwirtschaft. Die bisherigen Hauptabsatzmärkte –
USA, UK, Japan als systemische Defizitländer – fallen als
Abnehmer weitgehend weg. Die Wirtschaft muss sich grundlegend
neu orientieren: stärkeres Gewicht auf den Globalen Süden,
auf Binnennachfrage und auf den HMW-Raum selbst.
Für exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland
ist das ein tiefgreifender struktureller Schock.
🌐
Strukturelle Rückverlagerung auf den Binnenkreislauf::
HMW/RICH führt zu einer grundlegenden Neuordnung internationaler Handelsbeziehungen.
Der globale Austausch verlagert sich weg von einer durch Reservewährungen und Kapitalströme dominierten Weltwirtschaft
hin zu realwirtschaftlich begründeten Tauschverhältnissen.
Dabei entsteht jedoch eine strukturelle Konsequenz:
Die wirtschaftliche Stabilität eines Wirtschaftsraums hängt deutlich stärker an seiner eigenen Binnenleistung,
da externe Nachfrage- und Finanzierungsmechanismen (wie sie in heutigen globalen Ungleichgewichten zwischen Defizit-
und Überschussländern bestehen) nur eingeschränkt wirken.
Exporte bleiben möglich, jedoch nicht als dauerhaftes externes Stabilisierungsventil eines ansonsten unterausgelasteten Binnenmarkts.
Die Frage ist daher, wie robust die Binnenökonomie unter dieser stärkeren Selbstbindung an reale interne Wertschöpfung ist.
🗳
Verlangsamte oder blockierte Entscheidungen:
Eine demokratisch verfasste Monetative mit Bürgerräten und
Losenverfahren kann geldpolitische Entscheidungsprozesse
erheblich verlangsamen. Komplexe Sachfragen erfordern Expertise;
breite demokratische Abstimmungen können notwendige Maßnahmen
verzögern oder blockieren –
besonders in Krisen, die schnelles Handeln verlangen.
📉
Mögliche prozyklische Tendenzen:
HMW/RICH bindet die Verteilung neuer Geldmittel grundsätzlich an zuvor erbrachte Realleistungen,
laufende Einzahlungen in die Monetative sowie die Reserven ihrer Eröffnungsbilanz.
Aus Sicht von MMT und postkeynesianischen Ansätzen (siehe Link unten) stellt sich damit die Frage,
ob diese Struktur auch in schweren Rezessionen ausreichend antizyklisch wirken kann.
Während dort zusätzliche staatliche Ausgaben unabhängig von aktuellen Einnahmen ermöglicht werden,
stützt sich HMW/RICH auf vorhandene reale Werte und Reserven.
Zu prüfen ist daher, ob die Eröffnungsbilanz, die Wertspeicherreserven und die weiteren
Stabilisierungselemente des Systems auch unter außergewöhnlichen Krisenbedingungen
einen ausreichend großen wirtschaftlichen Handlungsspielraum gewährleisten.
🔄
Übergangsrisiken und Systemdiskontinuität:
Der Wechsel von FIAT zu RICH ist kein technisches Software-Update,
sondern ein tiefgreifender Umbau aller Finanzinstitutionen,
Bankbilanzen und Geldverträge. Übergangsphasen erzeugen
Unsicherheit, potenzielle Bankenkrisen und Vertrauensverluste –
mit realen sozialen Kosten in der Bevölkerung.
🏦
Umorientierung der Finanz- und Versicherungs-Branche:
Es ist zu erwarten, dass zahlreiche Arbeitsplätze in Banken, Versicherungen, Steuerfahndung, Steuer-
und Rechtsberatung sowie bei Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung in ihrer heutigen Form nicht mehr benötigt werden.
Gleichzeitig entsteht jedoch ein Bedarf an neuen Expertinnen und Experten –
etwa im Bereich der Monetative sowie in einer neu gestalteten sozialen Absicherung.
Besonders gefragt ist dabei Fachwissen über bisherige systemische „Schlupflöcher“,
um zukünftige Regelwerke robuster und manipulationssicherer zu gestalten.
🧩
Inklusion von Defizit-Ländern oder schwachen Volkswirtschaften:
Einige Volkswirtschaften (Staaten) - meist ausserhalb des europäischen Raums - haben so gut wie keine Sparquote oder leisten sich heute
(durch Schulden-Logik) mehr als das realwirtschafte Volumen und finanzieren sich über nicht ausgeglichene Aussenhandels-Defizte. Es bleibt
herauszufinden, wie sich eine Monetative in solchen Regionen finanziell aufgestellt werden kann, z.B. durch solidarischen Beitrag von Oligarchen,
bzw. Superreichen, die in diesen Ländern oftmals parallel vorhanden sind.
🧩
Politische Durchsetzbarkeit:
Eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit für ein
grundlegend neues Geldsystem ist in der heutigen politischen
Landschaft eine außerordentliche Hürde. Etablierte Finanzinteressen,
kurze Wahlzyklen und fehlendes öffentliches Bewusstsein
über Geldmechaniken erschweren tiefgreifende Reformen
systematisch – und das ist ernst zu nehmen.
🧩
Konsequenz des Systembruches:
Ein solches System wurde noch nie ausprobiert, daher gibt es keine Erfahrungswerte.
Es lebt vom Geist der Aufklärung, des Zusammenhaltens, der Leistungsbereitsschaft und
den humanistischen Werten einer Gesellschaft, sowie dem Wunsch nach einem besseren Leben für alle.
💬 Zur Einordnung: Diese Punkte sind keine Argumente gegen RICH –
sie sind die ehrliche Beschreibung dessen, was ein Systemwechsel dieser
Tiefe tatsächlich bedeutet: realwirtschaftliche Neubewertungen,
veränderte Welthandelsstrukturen, demokratische Lernprozesse
und eine Wirtschaft, die sich neuausrichten muss.
Das ist kein Makel. Das ist der Preis der Transformation.
🏛 Ausgangslage
📅
Seit dem Ende des Goldstandards im Jahr 1971 hat sich das globale
Finanzsystem tiefgreifend verändert.
📊
Steigende Verschuldung, Vermögenspreisinflation und eine zunehmende Konzentration
wirtschaftlicher Macht werfen bis heute grundlegende Fragen nach
Stabilität, Fairness und Nachhaltigkeit auf.
🏦
Der Zins-/Zinseszins- und Cantillon-Effekt gehört zu den am wenigsten
diskutierten Mechanismen hinter wachsender Ungleichheit.
🌍 Der Ansatz von HMW / RICH
HMW / RICH versteht sich als stärker
realwirtschaftlich orientierte Geldordnung,
in der produktive Investitionen gegenüber spekulativen Kapitalströmen
wieder an Bedeutung gewinnen.
➡ schuldenfrei
➡ strukturelle Begrenzung von inflationären Tendenzen
➡ realistisch umsetzbar
➡ schuldenfrei
➡ strukturelle Begrenzung von inflationären Tendenzen
➡ realistisch umsetzbar
🇪🇺
Europa könnte dafür ein idealer Pionierraum sein:
bestehende Währungsunion, demokratische Institutionen, hohe Sparquote, starke Realwirtschaft –
und die Chance auf einen eigenständigen dritten Weg zwischen Dollar-Dominanz
und chinesischem Staatskapitalismus.
🎓 Inspiration & Einflüsse
Peter Haisenko (HMW) ·
Bernhard Lietaer (BCB) ·
Prof. Margrit Kennedy (GEN) ·
Helmut Creutz ·
Werner Onken ·
Silvio Gesell ·
Michael Ende ·
P.R. Sarkar (PROUT) ·
Volker Pispers ·
Prof. Silja Graupe
Die Perspektive eines genialen Aufklärers.
⚖ Politische Umsetzung
🏛
Technisch wäre ein alternatives Geld- und Finanzsystem grundsätzlich umsetzbar –
ohne sämtliche Institutionen neu aufbauen zu müssen.
🧠
Die eigentliche Herausforderung liegt weniger in der Technologie als im
gesellschaftlichen und politischen Verständnis über die heutigen
Geld- und Finanzstrukturen.
🗳
Konkret bräuchte es politischen Mut, breite Aufklärung und eine
Zweidrittelmehrheit im Parlament.
„Wer sein Reichstagsmandat, seinen Lehrstuhl, seine Redaktionsfeder liebt,
darf der Währungsfrage nicht auf den Grund gehen."
– Silvio Gesell, Die Geldnot in Deutschland (1907), Band 5, S. 38
– Silvio Gesell, Die Geldnot in Deutschland (1907), Band 5, S. 38
📚 Pluralismus in der Wirtschaftswissenschaft
Kritik an bestehenden ökonomischen Modellen bedeutet nicht, Wissenschaft abzulehnen.
Gerade komplexe gesellschaftliche Fragen profitieren von
pluralistischem Denken, interdisziplinären Perspektiven
und der Bereitschaft, grundlegende Annahmen kritisch zu hinterfragen.
🎓
Prof. Silja Graupe spricht in diesem Zusammenhang von einer
geistigen Monokultur innerhalb der Wirtschaftswissenschaft.
Aufsatz lesen
Zeitschrift Coincidencia 2013 · PDF
Vorlesung anhören
Universität Bayreuth 2012· YouTube
🔀 Alternativer Weg: FIAT verbessern statt ersetzen
Wer das FIAT-System nicht ersetzen, sondern durch bessere Regeln,
demokratischere Geldpolitik und nachfrageorientierte Fiskalpolitik
von innen heraus verbessern möchte,
findet in MMT und Post-Keynesianismus
einen intellektuell robusten und politisch anschlussfähigeren Ansatz.
🎓
Dirk Ehnts, Aaron Sahr und Prof. Heiner Flassbeck zeigen:
Staatliche Geldschöpfung, stärkere Nachfragepolitik
und die Entmystifizierung des „Staatsbankrotts" sind keine Utopie –
sie funktionieren im bestehenden institutionellen Rahmen,
mit bekannten Begriffen und ohne Systembruch.
✅
Dieser Ansatz ist anschlussfähiger:
Er erfordert keine verfassungsändernde Mehrheit, arbeitet mit bestehenden
Institutionen (EZB, Bundestag, Bundesbank) und ist
kommunikativ leichter vermittelbar als ein vollständiger Geldsystemwechsel.
❌
MMT und Post-Keynesianismus adressieren Vermögenspreis-Inflation primär über politische Steuerung und Regulierung,
während HMW/RICH die Ursachen stärker im Geld- und Eigentumssystem selbst verortet.
🧩 Ein eigenständiger Ansatz: IGO – Integrierte Geldsystem-Oekonomie
Die IGO (Integrierte Geldsystem-Oekonomie) von Kalle Björn Pipoh
ist ein eigenständiges, mathematisch durchdachtes sozio-ökonomisches
Betriebssystem –
kein bloßer Kompromiss, sondern eine synergetische Verbindung von vier Säulen:
MMT · Freigeld · Klimawährung ECO · Zeitfaktor-Ökonomie TFE.
⚙️
Die vier Säulen:
MMT – der Staat nutzt seine Geldschöpfungssouveränität für
gesellschaftlich notwendige Aufgaben (Bildung, Infrastruktur, Gesundheit),
demokratisch kontrolliert durch Bürgerräte mit Losverfahren und 8-Jahres-Zyklen. ·
Freigeld – ein Umlaufimpuls (Demurrage) macht das Horten großer Vermögen
ökonomisch unattraktiv und hält Geld im Realwirtschaftskreislauf. ·
ECO – eine Klimawährung (SaveClimate.earth), die jedem Produkt
ein ökologisches Preisschild gibt und jedem Bürger ein gleiches monatliches
Ressourcenbudget zuteilt. ·
TFE – arbeitszeitbasierte Wertbestimmung mit einem
Gerechtigkeitsfaktor von maximal 20 zwischen dem niedrigsten
und dem höchsten Einkommen.
📐
IGO geht deutlich weiter als MMT / Post-Keynesianismus:
Reines MMT verbessert die Fiskalpolitik, ändert aber weder die
Konstruktion des Geldes noch die Spekulationsdynamik noch die
ökologische Blindheit des Preissystems.
IGO adressiert alle drei Ebenen zusätzlich:
Freigeld reduziert Vermögensakkumulation durch Hortung,
ECO verankert ökologische Wahrheit im Preis,
TFE / Faktor 20 begrenzt Einkommensspreizung systemisch.
Im Unterschied zu klassischen Marktmodellen verankert IGO die
Geldordnung nicht primär über Kapital und Kredit,
sondern über zwei Mengenanker:
die verfügbare menschliche Lebenszeit (TFE) und die planetaren
Grenzen (ECO).
Die reale wirtschaftliche Rückkopplung erfolgt damit weniger über
marktliche Knappheitspreise als über Zeit-, Ressourcen- und
Gerechtigkeitsparameter.
📏
Geldmenge und Wirtschaftsleistung: Zeitanker statt BIP-Kopplung:
IGO koppelt die Geldmenge nicht direkt an das Bruttoinlandsprodukt
oder an klassische Marktindikatoren.
Stattdessen basiert die monetäre Logik auf der Annahme,
dass jede ausgezahlte Kaufkraft letztlich durch real erbrachte
Lebenszeit gedeckt sein muss.
Zusammen mit dem begrenzten ECO-Budget entsteht eine doppelte
Mengenbegrenzung aus Zeit und Ressourcen.
Befürworter sehen darin einen stabileren und ökologischeren
Anker als das heutige Finanzsystem.
Kritiker bezweifeln dagegen, ob diese Zeit- und Ressourcenanker
in allen Bereichen dieselbe Preisstabilität gewährleisten können
wie dezentrale Marktpreise.
HMW/RICH orientiert die Geldmenge hingegen stärker am
Umlaufbedarf der Realwirtschaft und verfolgt damit einen
anderen Ansatz monetärer Stabilisierung.
🧾
Die 30 %-Abgabe bei IGO: Vereinfachung, Staatsfinanzierung und Geldrückführung:
IGO ersetzt das heutige Steuer- und Abgabensystem weitgehend durch
eine einheitliche 30 %-Abgabe auf nahezu alle Zuflüsse
(Löhne, Gewinne, Mieten, Kapitalerträge, Erbschaften usw.).
Laut Konzept dient diese Abgabe gleichzeitig der Finanzierung
öffentlicher Aufgaben, der sozialen Sicherung sowie der
regulativen Rückführung von Kaufkraft.
Sie ist breiter als eine klassische Einkommensteuer,
aber deutlich einfacher aufgebaut:
ein einheitlicher Satz auf alle Einkommensarten oberhalb
entsprechender Freibeträge.
Der Kontrast zu HMW/RICH ist dabei deutlich:
Dort entfällt die Besteuerung von Arbeitseinkommen vollständig,
während primär leistungslose Einkommen
(Zins, Spekulation, Bodenrente) belastet werden.
IGO behandelt grundsätzlich alle Zuflüsse gleich und setzt auf
Freibeträge sowie die universelle Pauschalabgabe als
Gerechtigkeitsmechanismus.
🔍
Die entscheidende Trennlinie:
IGO schöpft Geld weiterhin innerhalb eines staatlich legitimierten FIAT-Rahmens.
Die Geldschöpfung und wesentliche Investitionsfinanzierung
werden in öffentliche Strukturen (Staat, Klimabank, Bürgerräte) verlagert.
Eine ausdrückliche Regelung, ob private Geschäftsbanken weiterhin
eigene Kredite vergeben oder Giralgeld schöpfen dürfen,
wird im aktuellen Stand der IGO (Version 7) nicht detailliert ausgeführt.
Allerdings wird diese Geldschöpfung durch die
doppelte Leitplanke aus TFE (Lebenszeit) und ECO
(Ressourcenbudget) begrenzt und über Bürgerräte
demokratisch kontrolliert.
HMW/RICH eliminiert dagegen die
Schuldennatur des Geldes
bereits auf der Entstehungsebene:
Die genossenschaftlich und basisdemokratisch organisierte sowie allen Einzahlern gehörende
Monetative stellt Geld als schuldfreie Umlage-Infrastruktur bereit –
nicht als Staatsforderung und nicht als Bankkredit.
Diesen Unterschied betrachtet HMW/RICH als grundlegender als
Fragen der Umlaufgeschwindigkeit oder Geldlenkung.
Bezüglich internationaler Einbettung enthält IGO bislang keine ausgearbeitete
Außenwirtschaftsarchitektur mit Währungsparitäten,
Handelsausgleichsmechanismen oder Ausgleichszöllen,
wie sie in HMW/RICH vorgesehen sind.