Warengeld+
Samirah Kenawis Ansatz aus dem Projekt „Geld der Zukunft"
Volle Warendeckung statt Ankauf von Vermögenswerten · Ordentliche Abwicklung aller Finanzmärkte · Leihgeld statt Kapitaleinkommen · Lokale Mitbestimmung bei der Kreditvergabe
💡 Was, wenn Geld ausschließlich das sein dürfte, wofür es erfunden wurde –
ein Tausch- und Verrechnungsmittel für reale Leistung? Die Geldforscherin
und Publizistin Samirah Kenawi hat mit Warengeld
eine der acht Lösungen im Projekt
„Geld der Zukunft" vorgelegt: Geldschöpfung, die vollständig an
reale Warenwertschöpfung gekoppelt ist, verbunden mit der geordneten
Abwicklung von Kapital-, Devisen- und Aktienmärkten.
Diese Seite ist ein bewusster Kontrast zu
Humane Marktwirtschaft,
dem auf cibwal.com vorgestellten Systemwechsel-Konzept.
Beide Ansätze sind Wurzelreformen – sie verbessern das
bestehende FIAT-Geldsystem nicht nur, sondern verändern seine Konstruktion
grundlegend. Umso wichtiger ist ein ehrlicher Vergleich,
der zeigt, worin sie sich tatsächlich unterscheiden.
🎓 Die Autorin
💡
🟢 Samirah Kenawi ist Geldforscherin und Publizistin. Sie wirkte am
Dokumentarfilm Oeconomia mit; der vierte und letzte Band ihres
Hauptwerks „Die Quadratur des Geldes" erschien 2023 und legt einen
umfassenden Plan zur Lösung der monetären Probleme vor, aufbauend auf der
in den Bänden 2 und 3 dargelegten Analyse von Entstehung und
Funktionsweise des heutigen Geldes.
Eine aktualisierte und erweiterte Gesamtausgabe der 4 Bände erschien 2026
unter dem Titel „Die Quadratur des Geldes" beim
oekom-Verlag (Link zum Buch hier klicken).
🔗
🟢 Das Warengeld-Konzept ist eine von acht Lösungen im
kuratierten Projekt
„Geld der Zukunft" – demokratisch, nachhaltig, gerecht. Diese Seite
dokumentiert Kenawis Beitrag fair und in enger Anlehnung an ihre eigene
Wort-für-Wort-Darstellung, nicht als Widerlegung, sondern als eigenständige
Stimme im Spektrum der Geldreformkonzepte.
Legende:
🟢 Fakt ·
🔵 Theorie/Position einer Schule ·
🟠 Interpretation ·
🟣 Bewertung dieser Seite
Aussagen ohne Markierung geben die Position bzw. Argumentationslogik der jeweiligen Denkschule wieder – nicht automatisch einen unbestrittenen Fakt.
Aussagen ohne Markierung geben die Position bzw. Argumentationslogik der jeweiligen Denkschule wieder – nicht automatisch einen unbestrittenen Fakt.
🧠 Das Kernargument
Das gesamte Geld ist stets vollständig durch Warenwerte
gedeckt. Warengeld entsteht im Zusammenhang mit dem Wareneinkauf im Einzelhandel;
Banken stellen gemeinsam mit dem Einzelhandel die dafür erforderliche Kaufkraft bereit.
Banken schöpfen damit Geld ausschließlich, um reale
Warenproduktion und Lohnzahlungen zu ermöglichen – nicht durch den
Ankauf von Vermögenswerten. Geldmenge und Warenwertschöpfung wachsen
und schrumpfen im Gleichschritt.
🏦
🔵 Geldschöpfung: weiterhin durch demokratische, dezentrale,
staatlich kontrollierte private Banken – als Kreditgeld per Mausklick,
aber strikt an die Warenwertschöpfung gekoppelt.
🧾
🔵 Kredit & Zins: Geld bleibt Kreditgeld.
Kreditzinsen sollen in Höhe der Risikoprämie erhoben werden, ungefähr 1 %.
In Zeiten, in
denen die Kreditnachfrage der Realwirtschaft größer ist als das
gesamtgesellschaftliche Sparvolumen, werden positive Sparzinsen gezahlt.
Da private Geldhaltung dauerhaft an private Konsumausgaben gekoppelt
bleibt, kann jedoch kein Zinseszins entstehen – Guthaben
können wegen des endlichen realen Konsumbedarfs nicht unbegrenzt wachsen.
📉
🔵 Finanzmärkte: Kapital-, Devisen- und Aktienmärkte werden
komplett geordnet abgewickelt, da sie keine notwendige
Funktion erfüllen. Kapitalbeschaffung für Unternehmen erfolgt vollständig
über Banken bzw. Sparkassen, Risikoabsicherung vollständig über Versicherungen. Eine
internationale Verrechnungsbank im Sinne von Keynes' Clearingstelle
macht auch den Devisenhandel überflüssig – Geld für den internationalen
Handel entsteht durch Verrechnung von Handelsgeschäften.
💰
🔵 Kapitalakkumulation: Außer zeitweisen Sparzinsen gibt es
weder Dividenden noch Kursgewinne, also keinerlei Kapitaleinkommen aus
Geldanlagen. Durch Modifizierung des Eigentumsrechts sollen auch
Kapitaleinkommen aus Sachvermögen unmöglich werden. Eigenkapital bringt
dann keinen Marktvorteil mehr und muss nicht mehr akkumuliert werden.
🏛
🔵 Zentralbank: wird zur Clearingstelle. Aus dem heute
zweistufigen Bankensystem wird ein einstufiges: Die Clearingstelle
kontrolliert die Geldschöpfung der Warengeldbanken und den Geldverleih
der Sparkassen, verwaltet die Risikorücklagen und überwacht die Kopplung
der Geldmenge an die Warenwertmenge.
🗳
🔵 Demokratische Kontrolle vor Ort: Dezentrale, demokratisch
kontrollierte Warengeldbanken ermöglichen den jeweiligen Gemeinwesen bei
Kreditentscheidungen direkte Mitbestimmung – dadurch können vor Ort
sozial-ökologische Kriterien vereinbart und kontrolliert werden.
🏘
🔵 Eigentum: wird auf seine ursprüngliche Dimension, den
Besitz, reduziert. Indem Besitz- und Eigentumsrechte wieder verschmolzen
werden, verschwindet mit jeder Form von Kapitaleigentum (Eigentum ohne
eigene Besitzpflicht) jeder Renditeanspruch des Eigentums – das betrifft
ausdrücklich auch Sachvermögen wie Boden und Immobilien, nicht nur Geldvermögen.
Kapitaleigentum soll auf Besitzrechte zurückgeführt und sozialverträglich durch ein
Rentensystem auf die jeweils Besitzenden übertragen werden.
Nach Kenawis eigener Klarstellung bleibt Besitzeigentum – etwa selbst
genutztes Wohneigentum – vollumfänglich geschützt; verhindert werden soll
jede Art von Kapitaleinkünften als leistungslose Einkünfte, um das Leistungsprinzip
konsequent umzusetzen.
🟣 Einordnung dieser Seite: Für nicht selbst genutztes Kapitaleigentum ist das strukturell eine Umwandlung von Eigentum in Besitzrecht mit Nähe zu einer Enteignungslogik – anders als HMW/RICH, das das bestehende Eigentumsrecht rechtlich unangetastet lässt (eingeräumt wird dort allerdings, dass die Herabbewertung real nicht gedeckter Vermögenswerte faktisch wie eine indirekte Enteignung wirken kann).
🟣 Einordnung dieser Seite: Für nicht selbst genutztes Kapitaleigentum ist das strukturell eine Umwandlung von Eigentum in Besitzrecht mit Nähe zu einer Enteignungslogik – anders als HMW/RICH, das das bestehende Eigentumsrecht rechtlich unangetastet lässt (eingeräumt wird dort allerdings, dass die Herabbewertung real nicht gedeckter Vermögenswerte faktisch wie eine indirekte Enteignung wirken kann).
🌍
🔵 Bezugstheorien: Feministische Ökonomik, Keynesianismus und
der Keynes-Plan, Henry Georges Single-Tax, Pierre-Joseph Proudhons
Volksbank/Tauschbank, John Maynard Keynes' Verrechnungsgeld sowie Silvio
Gesells Schwundgeld. Zielbild: Steady-State-Ökonomie/Postwachstumsgesellschaft,
Vollbeschäftigung, keine Boden- und Immobilienspekulation, ausgeglichene
Leistungsbilanzen.
❓ Investitionsfinanzierung, Leistungsanreize & Wertstabilität
Direkt von Samirah Kenawi erhaltene Antworten auf die Frage, wie
Investitionen finanziert werden und was in Warengeld+ die Leistungsanreize sind:
🏗️
🔵 Investitionsfinanzierung: Produktionsmittel und
Infrastruktur sollen ausschließlich durch Verleih von Spargeld
finanziert werden – anders als heute also nicht durch Geldschöpfung.
🚀
🔵 Leistungsanreize: Nach der Modelllogik soll der Wegfall leistungsloser Kapitaleinkommen einen größeren Anteil der Wertschöpfung für Arbeitseinkommen verfügbar machen, sodass alle von ihren Arbeitseinkommen selbstbestimmt und in Würde leben können.
Das Konsumverhalten von Unternehmerpersönlichkeiten soll dabei
keiner Beschränkung unterliegen – allein der marktwirtschaftliche
Wettbewerb (frei von Monopolwirtschaft) begrenzt Gewinnspannen und
damit Einkommen. Damit aus dem Tauschmittel Geld kein Machtmittel
wird, muss allerdings dafür gesorgt werden, dass sich die private
Geldhaltung nicht von den Konsumbedürfnissen abkoppelt.
⚖️
🟣 Wertstabilität (aus dem Deckungsmechanismus
selbst hergeleitet): Weil die Geldmenge strikt an die
Warenwertschöpfung gekoppelt ist – Geld entsteht
und vergeht im Gleichschritt mit realer Produktion, volle
Warendeckung statt Deckung durch Vermögenswerte – soll die Geldmenge nach der Logik des Modells nicht schneller wachsen als das reale Güterangebot. Das Risiko einer rein monetär getriebenen Verbraucherpreisinflation wird damit nach der Modelllogik stark begrenzt. Ob der Mechanismus tatsächlich stabile Preise gewährleistet, ist eine offene empirische Frage: Preise können auch durch Nachfrageverschiebungen, Umlaufgeschwindigkeit, sektorale Engpässe, Import- und Energiepreise, Lohn- und Kostenänderungen oder Bewertungsprobleme der Warenwertschöpfung steigen.
Bei der Vermögenspreisinflation greifen zwei
weitere Mechanismen: Da private Geldhaltung dauerhaft an den
endlichen realen Konsumbedarf gekoppelt bleibt, kann kein
Zinseszins entstehen – Geldvermögen also nicht unbegrenzt
wachsen. Und da Kapitalmärkte abgewickelt sind und Kapitaleinkommen
auch aus Sachvermögen (Boden, Immobilien) per Eigentumsrechtsreform
wegfallen, fehlt der ökonomische Anreiz für spekulative
Vermögenspreisblasen weitgehend. Eine Deflationsgefahr
bliebe dagegen zu prüfen: Sinkt die Warenproduktion (z. B. in
einer Rezession), schrumpft nach derselben Logik auch die Geldmenge –
ob das System dafür ausreichend eigene Stabilisierungsmechanismen
vorsieht, geht aus den bisher zitierten Quellen nicht abschließend hervor.
❓ Ware oder auch Dienstleistung?
Kenawi definiert Geld ausdrücklich als Tausch- und Verrechnungsmittel für
reale Werte – „Ware und Dienstleistungen". Bei der eigentlichen
Deckungsmechanik verwendet sie dann durchgehend den Begriff „Warenwerte".
Das liest sich am ehesten als Sammelbegriff für reale
Wirtschaftsleistung insgesamt – ähnlich wie beim „Warenkorb" der
Inflationsstatistik, der ebenfalls Dienstleistungen enthält – und reiht sich
terminologisch in die etablierte Warengeldtheorie ein
(Gegenbegriff: Chartalismus/Kreditgeldtheorie). Eine abschließende Klärung
wäre nur mit Kenawis vierbändigem Hauptwerk möglich.
🔀 Zwei Wurzelreformen im Vergleich
Warengeld+ und HMW/RICH sind sich näher als jedes andere Konzept auf
dieser Seite: Beide schaffen Zinseszins und Spekulation strukturell ab,
beide wollen eine internationale Verrechnungslösung. Die Unterschiede
liegen im Deckungsmechanismus und im
Weg beim Eigentumsrecht.
⚖️
🟣 Deckungsmechanismus: Kenawi setzt auf
100%-Warendeckung – Geld entsteht und
vergeht im Gleichschritt mit der Warenwertschöpfung. HMW/RICH setzt auf
Silvio Gesells Umlaufsicherung (Schwundgeld/negative
Haltekosten) als Wertspeicher-Mechanismus. Beide Konzepte wollen Zinseszins strukturell ausschließen –
Kenawi über die Begrenzung der privaten Geldhaltung, HMW/RICH über den Wertspeicher-/Umlaufsicherungsmechanismus.
🏠
🟣 Eigentum – zwei sehr unterschiedliche Wege: Kenawi
reformiert das Eigentumsrecht direkt: Eigentum wird auf Besitz reduziert,
Kapitaleinkommen aus Sachvermögen (Boden, Immobilien) wird per
Rechtsänderung unmöglich.
HMW/RICH geht bewusst einen anderen Weg ohne neues Bodenrecht: Vermögen wird über Wertspeicher-Zertifikate geregelt, die stets eine realwirtschaftliche Deckung haben müssen – nicht über die Saldenmechanik. Ergänzend dazu werden hohe Steuern auf leistungsloses Einkommen erhoben: auf Pacht, Vermietung, den Verkauf von Sachwerten, Immobilien und Boden sowie auf Erbschaften. Das Ziel – kein unbegrenztes Kapitaleinkommen aus bloßem Besitz – ist bei beiden Konzepten ähnlich; der Weg dahin unterscheidet sich grundlegend: Kenawi ändert das Eigentumsrecht selbst, HMW/RICH steuert über Deckungspflicht und Besteuerung.
HMW/RICH geht bewusst einen anderen Weg ohne neues Bodenrecht: Vermögen wird über Wertspeicher-Zertifikate geregelt, die stets eine realwirtschaftliche Deckung haben müssen – nicht über die Saldenmechanik. Ergänzend dazu werden hohe Steuern auf leistungsloses Einkommen erhoben: auf Pacht, Vermietung, den Verkauf von Sachwerten, Immobilien und Boden sowie auf Erbschaften. Das Ziel – kein unbegrenztes Kapitaleinkommen aus bloßem Besitz – ist bei beiden Konzepten ähnlich; der Weg dahin unterscheidet sich grundlegend: Kenawi ändert das Eigentumsrecht selbst, HMW/RICH steuert über Deckungspflicht und Besteuerung.
📈
🟣 Finanzmärkte: Kenawi wickelt Kapital-, Devisen- und
Aktienmärkte vollständig ab. Bei der HMW/RICH bleiben Aktien grundsätzlich
erhalten – der Hebel liegt dort stärker bei der hohen Besteuerung
leistungsloser Gewinne (60–70%) als bei der Abschaffung des Marktes selbst.
Das Konzept weist Berührungspunkte mit verschiedenen Vollgeld- und
100%-Reserve-Ansätzen auf, unterscheidet sich von diesen jedoch dadurch,
dass Warengeld weiterhin als Kreditgeld durch dezentrale private Banken entsteht,
eine eigenständige, benennbare Denkschule im Spektrum der Geldreform.
📊 Vergleich mit den 15 Zukunftsperspektiven der Humanen Marktwirtschaft
Die folgende Übersicht zeigt, welche der auf der
Seite „Humane Marktwirtschaft“
benannten 15 Zukunftsperspektiven durch Warengeld+ erreichbar sind –
und wo die vorliegenden Quellen (noch) keine explizite Antwort geben.
🟢 weitgehend erreichbar · 🟡 teilweise / nicht explizit thematisiert · 🔴 systemisch nicht gelöst
🟣 Diese Ampelbewertung ist eine Analyse aus HMW/RICH-Perspektive – eine Einordnung des Autors, keine wissenschaftlich bewiesene oder widerlegte Einstufung.
🟢 weitgehend erreichbar · 🟡 teilweise / nicht explizit thematisiert · 🔴 systemisch nicht gelöst
🟣 Diese Ampelbewertung ist eine Analyse aus HMW/RICH-Perspektive – eine Einordnung des Autors, keine wissenschaftlich bewiesene oder widerlegte Einstufung.
🏭 Leistung lohnt sich wieder
🟢 Ja, deutlich. Nach der Modelllogik soll der Wegfall leistungsloser Kapitaleinkommen das allgemeine Lohnniveau heben; marktwirtschaftlicher
Wettbewerb (frei von Monopolwirtschaft) begrenzt Gewinnspannen
fair statt willkürlich.
📉 Niedrigere Preise
🟢 Ja. Ohne Kapitalmärkte und Zinseszins in
Wertschöpfungsketten entfällt ein wesentlicher
Preistreiber strukturell.
💶 Mehr Kaufkraft & Wohlstand
🟢 Ja. Nach der Modelllogik soll der Wegfall leistungsloser Kapitaleinkommen einen größeren Anteil der Wertschöpfung für Arbeitseinkommen verfügbar machen; ob daraus höhere Reallöhne folgen, hängt davon ab, wie Preise, Eigentum, Investitionen, Produktivität und Verteilung gleichzeitig reagieren.
📦 Dezentralisierung
🟡 Nicht explizit thematisiert. Kein eigener
Regionalisierungsmechanismus wie bei HMW/RICH beschrieben – die
Abwicklung spekulativer Kapitalmärkte begünstigt aber tendenziell
realwirtschaftliche, weniger konzentrierte Strukturen.
🚀 Weniger Bürokratie & Steuer-Tricks
🟡 Teilweise. Die Abwicklung der Finanzmärkte
vereinfacht vieles – die strikte 100%-Warendeckungsbuchhaltung
selbst dürfte aber neuen administrativen Aufwand erzeugen.
⚖️ Freier & fairer Wettbewerb
🟢 Ja, zentral. „Allein marktwirtschaftlicher Wettbewerb,
frei von Monopolwirtschaft" soll Gewinnspannen begrenzen –
das ist bei Kenawi kein Neben-, sondern ein Kernmechanismus.
👨👩👧👦 Soziale Sicherheit
🟡 Indirekt. Kein explizit beschriebenes Grundeinkommen
wie bei HMW/RICH – soziale Sicherheit ergibt sich vor allem indirekt
aus dem höheren Lohnniveau.
🌍 Faire Außenwirtschaft
🟢 Ja. Devisenmärkte werden geordnet abgewickelt –
spekulative Währungsarbitrage entfällt strukturell.
🎓 Kultureller Aufbruch
🟡 Nicht explizit thematisiert in den vorliegenden Quellen.
🗳️ Echte Demokratie
🟡 Nicht explizit thematisiert. Kein eigenes
Monetative-Konzept wie bei HMW/RICH beschrieben.
⚖️ Systemisches Gemeinwohl
🟢 Ja. Die Verhinderung von Machtakkumulation über Geld
(„kein Machtmittel") ist ein erklärtes Kernziel.
🤝 Solidarischer Geist
🟡 Indirekt förderlich, aber nicht als eigenes Ziel
ausgearbeitet.
🌱 Ende des Wachstumszwangs
🟢 Ja, stark. Geldmenge strikt an Warenwertschöpfung
gekoppelt, kein Zinseszinsgetriebener Wachstumsdruck.
🏗️ Schuldenfreies Geld
🟡 Teilweise. 100%-Warendeckung statt heutiger
Schuldgeldlogik – Geld entsteht aber weiterhin als
Kreditgeld dezentraler privater Banken, nicht über eine
schuldenfreie Monetative wie bei HMW/RICH.
🏠 Stabile Vermögenspreise
🟢 Ja, weitgehend – siehe die eigene Herleitung oben
(Wertstabilität). Offen bleibt eine mögliche Deflationsgefahr
bei sinkender Warenproduktion.
📚 Weiterführende Ressourcen
Warengeld – die Lösung im Detail
geld-der-zukunft.org
Video-Vortrag
Samirah Kenawi auf YouTube
geldtheorie.net
Samirah Kenawis Website
Geschichte des Geldes
geldtheorie.net
Oeconomia
Dokumentarfilm · kinofenster.de
Kapitalismus: Prinzip und Ausweg
matriforum.com
🔀 Weitere Perspektiven im Vergleich
Das Spektrum der Wirtschafts- und Gesellschaftsreform reicht weit
über Warengeld hinaus. Vier weitere Seiten auf cibwal.com beleuchten
andere Wege – ebenfalls im ehrlichen Vergleich mit der Humanen Marktwirtschaft.
🟣 🔀 MMT & Post-Keynesianismus
Ehnts, Sahr und Flassbeck setzen den Hebel bei Fiskalpolitik und
Nachfragesteuerung an – der Schulden-Geld-Mechanismus bleibt bestehen.
🟣 🏛 Österreichische Schule & Neoliberalismus
Hayek, Mises und Friedman sehen den Staat, nicht das Geldsystem,
als Hauptproblem – ein völlig anderer Ausgangspunkt als bei Kenawi.
🟣 🌿 Soziale Dreigliederung – Steiner & Caspar
Keine Alternative im engeren Sinn, sondern eine gesellschaftliche
Weiterentwicklung, die weit über die Geldarchitektur hinausgeht.
🟣 🧮 Wertgeld+ – Kreditsteuer (Buschbeck)
Löst das Problem von innen: Kapitalismus, Kapitalmärkte und privates
verzinstes Geld bleiben strukturell bestehen – anders als bei Kenawi.
MMT & Post-Keynesianismus
FIAT verbessern statt ersetzen – Vergleich mit der Humanen Marktwirtschaft
Österreichische Schule & Neoliberalismus
Hayek · Mises · Friedman – Chancen & Vergleich mit der Humanen Marktwirtschaft
Soziale Dreigliederung – Steiner & Caspar
Freiheit · Gleichheit · Brüderlichkeit – Ergänzung zur Humanen Marktwirtschaft
Saldenmechanik & Kreditsteuer
Buschbeck – Kreditsteuer statt Sparzins, Vergleich mit der Humanen Marktwirtschaft